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Bewerben im Sommer: gute oder schlechte Idee?

Bewerben im Sommer gilt als vergeudete Mühe. Die Personalabteilung ist im Urlaub, und die Unterlagen liegen angeblich wochenlang ungelesen im Postfach. Also lieber bis September warten. Diese Rechnung hat einen Haken: Im Sommer sinkt nicht nur das Tempo, sondern auch die Zahl der Mitbewerber. Und davon hängt ab, ob deine Bewerbung überhaupt gelesen wird.

Warum das Sommerloch bei Bewerbungen ein Mythos ist

Der Begriff Sommerloch kommt aus dem Journalismus und meint die dünne Nachrichtenlage im Juli und August. Auf den Arbeitsmarkt passt er schlecht. Stellen werden weiter ausgeschrieben, die Budgets dafür sind längst freigegeben, und eine unbesetzte Position kostet das Unternehmen jeden Monat Geld.

Was sich ändert, ist die Konkurrenz. Wo im Frühjahr 80 Bewerbungen auf eine Ausschreibung kommen, sind es im August oft nur 30. Deine Unterlagen landen dann nicht auf Platz 57, sondern weit vorne. Recruiter lesen im Sommer mehr von dem, was reinkommt, einfach weil weniger reinkommt.

Dann sind da noch die Kündigungsfristen. Zum 30. Juni und zum 30. September enden viele Verträge. Eine Abteilung, der im Juli jemand fehlt, hat es eilig, und Eile ist für dich als Bewerber eine gute Nachricht.

Was beim Bewerben in der Urlaubszeit wirklich anders läuft

Es gelten dieselben Regeln, nur in einem anderen Takt. Die Unterschiede kannst du einplanen:

Was Juli und August Rest des Jahres
Mitbewerber pro Stelle spürbar weniger hoch, Spitzen im Januar und September
Reaktionszeit zwei bis vier Wochen länger meist zügiger
Entscheidungswege Urlaubsvertretung, Freigaben stocken Team vollständig besetzt
Gesprächstermine kurzfristig, oft per Video mehr Termine vor Ort
Aufmerksamkeit pro Bewerbung hoch Standard

Die längere Wartezeit ist ärgerlich, aber kalkulierbar. Wenn du weißt, dass drei Wochen nichts passiert, deutest du das Schweigen auch nicht als stille Absage und schreibst nach acht Tagen genervt eine Mail hinterher. Wie lange Unternehmen ohnehin brauchen, liest du in der Übersicht zur Dauer des Bewerbungsprozesses.

So nutzt du die Sommermonate für deine Bewerbung

  • Schick die Bewerbung ab, sobald sie fertig ist. Wer auf September wartet, landet im größten Stapel des Jahres.
  • Schreib die Person an, die in der Anzeige steht, auch wenn sie gerade im Urlaub sein könnte. Die Vertretung leitet weiter. Eine Bewerbung ohne Adressat wirkt dagegen beliebig.
  • Halte deine Termine flexibel. Wer im August kurzfristig ein Video-Gespräch zusagen kann, sitzt schon im zweiten Gespräch, während andere noch am Strand liegen.
  • Bleib selbst erreichbar. Eine Einladung, die zwei Wochen unbeantwortet im Postfach liegt, weil du verreist warst, kostet dich die Stelle.
  • Fass frühestens nach drei bis vier Wochen nach, nicht nach fünf Tagen.

Wann Abwarten im Sommer die bessere Wahl ist

Manchmal zahlt sich Geduld aus. Kleine Betriebe, in denen eine einzige Person entscheidet, machen im August teilweise komplett dicht. Da bewegt sich bis Anfang September wirklich nichts, egal wie gut deine Unterlagen sind. In Branchen mit festen Betriebsferien, etwa im Bau oder in Teilen der Industrie, ist es ähnlich. Und wenn dein Lebenslauf noch nicht sitzt, ist der Sommer die bessere Zeit zum Überarbeiten als zum Verschicken.

Wer seinen Start lieber auf Januar legt, sollte wissen, dass dann die größte Konkurrenz des Jahres wartet. Was in dieser Phase hilft, steht in den Tipps zur Jobsuche im neuen Jahr.

Der Aufwand pro Bewerbung bleibt im Sommer derselbe, und daran scheitern die meisten guten Vorsätze schon nach der dritten Bewerbung. Bewerbungsbutler sucht die passenden Stellen und schreibt das Anschreiben, verschickt wird aus deinem eigenen Gmail. Für 39 Euro im Monat sind bis zu 50 Bewerbungen drin, entweder mit deiner Freigabe vor dem Versand oder automatisch.

Häufige Fragen zu Bewerbungsbutler

Was ist Bewerbungsbutler?

Bewerbungsbutler ist dein persönlicher Bewerbungs-Service: Er findet täglich passende Stellen für dich und bewirbt dich direkt beim zuständigen Entscheider - mit einem individuell formulierten Anschreiben, verschickt aus deinem eigenen Postfach.

Was bringt mir das gegenüber normalen Portal-Bewerbungen?

Deine Bewerbung landet nicht im Stapel eines Bewerbermanagementsystems, sondern direkt im Postfach der Person, die über die Stelle entscheidet. Du sparst dir Recherche und Schreibarbeit und gehst nur noch zu Gesprächen, in denen man dich wirklich haben will.

Behalte ich die Kontrolle über meine Bewerbungen?

Ja. Im Review-Modus siehst du jeden Treffer vorab im Dashboard und gibst jede Bewerbung einzeln frei. Wer mag, schaltet auf Automatik um - dann übernimmt der Butler nach einer Qualitätsprüfung.

Wie verschickt der Butler in meinem Namen?

Du verbindest einmalig dein Gmail-Konto. Danach gehen alle Bewerbungen direkt aus deinem eigenen Postfach raus - Antworten der Unternehmen landen ganz normal bei dir.

Was kostet Bewerbungsbutler?

49 € pro Monat, monatlich kündbar. Darin enthalten sind bis zu 50 gezielte Bewerbungen pro Monat inklusive Entscheider-Recherche und individueller Anschreiben.