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Xing oder LinkedIn: wo Recruiter in Deutschland suchen

Xing oder LinkedIn: Diese Frage stellt sich fast jeder, der in Deutschland einen neuen Job sucht und nicht zwei Profile parallel pflegen will. Vor fünf Jahren war die Antwort noch offen, heute ist sie es kaum noch. Beide Netzwerke melden für den DACH-Raum ähnlich viele registrierte Mitglieder. Nur sind Registrierung und tatsächliche Nutzung zwei verschiedene Dinge, und genau da liegt der Unterschied.

Xing und LinkedIn: der Unterschied auf einen Blick

  Xing LinkedIn
Reichweite Nur Deutschland, Österreich, Schweiz Weltweit, über eine Milliarde Mitglieder
Sprache Deutsch Deutsch und Englisch gemischt
Aktivität der Profile Viele seit Jahren nicht gepflegt Meist aktuell, tägliche Nutzung
Recruiter-Werkzeug TalentManager LinkedIn Recruiter
Eigene Beiträge Kaum noch Resonanz Ordentliche organische Reichweite
Kosten Basis kostenlos, Premium für mehr Sichtbarkeit Basis kostenlos, Premium optional

Der Xing-LinkedIn-Unterschied liegt weniger in den Funktionen als in der Gewohnheit der Nutzer. Xing hat sich in den letzten Jahren spürbar verschlankt, Gruppen und Events wurden abgeschaltet, der Fokus liegt auf der Jobsuche im deutschsprachigen Raum. Viele Profile dort sind Karteileichen, angelegt 2016 und seitdem nicht mehr angefasst. Auf LinkedIn sind die Profile im Schnitt aktueller, weil Leute das Netzwerk auch dann öffnen, wenn sie gar keinen Job suchen.

Wo Recruiter in Deutschland tatsächlich suchen

Ein Personaler, der aktiv nach Kandidaten fahndet, arbeitet mit einer Filtersuche. Er gibt Titel, Region, Branche und Erfahrungsjahre ein und schaut sich an, was übrig bleibt. Beide Netzwerke verkaufen dafür ein Produkt. Ein solches Werkzeug ist aber nur so gut wie die Datenbank dahinter. Wenn die Hälfte der Xing-Treffer auf Profile zeigt, deren letzte Station 2019 endet, hört der Recruiter irgendwann auf, dort zu suchen.

Je größer das Unternehmen und je internationaler die Rolle, desto sicherer sucht der Recruiter auf LinkedIn. Xing spielt noch eine Rolle bei regional verwurzelten Mittelständlern und in Branchen, die traditionell wenig englisch arbeiten. Wer sich für nur einen Kanal entscheiden muss, landet bei LinkedIn. Die Diskussion LinkedIn vs Xing ist für die meisten Suchenden faktisch entschieden.

Für wen sich Xing trotzdem noch lohnt

Ganz abschreiben musst du Xing deswegen nicht. Es gibt Fälle, in denen sich das Profil weiter lohnt:

  • Du arbeitest im deutschen Mittelstand, in Verwaltung, Handwerk oder Gesundheitswesen. Dort suchen Personalabteilungen teilweise noch klassisch über Xing.
  • Du bist regional gebunden. Xing-Stellenanzeigen sind stärker auf DACH-Standorte zugeschnitten, LinkedIn spült dir gerne Remote-Rollen aus halb Europa in den Feed.
  • Dein Profil steht ohnehin. Ein gepflegtes Profil weiterlaufen zu lassen, kostet dich zehn Minuten im Jahr.

Was sich nicht mehr lohnt, ist der Versuch, beide Netzwerke gleich intensiv zu bespielen. Zwei halb gepflegte Profile sind schlechter als ein vollständiges.

So investierst du deine Zeit sinnvoll

Setz den Schwerpunkt auf LinkedIn und behandle Xing als Nebenschauplatz. Die Basis ist schnell erledigt: aktuelle Position, aussagekräftige Überschrift, ein paar Sätze im Info-Bereich, ein vernünftiges Foto. Welche Felder wirklich zählen und woran Recruiter deine Relevanz festmachen, steht ausführlich im Leitfaden zum LinkedIn-Profil für die Jobsuche.

Ein gepflegtes Profil arbeitet danach für dich, während du etwas anderes tust. Das ist der Kern der passiven Jobsuche und einer der Gründe, warum sich die Pflege überhaupt lohnt. Aber es bleibt Warten. Du wirst gefunden oder eben nicht, und du erfährst nie, welche Stelle knapp an dir vorbeigegangen ist.

Deshalb ist die Kanalfrage nur die halbe Miete. Der schnellere Weg zu einem Entscheider führt selten über ein Profil, sondern über eine E-Mail an die Person, die die Stelle wirklich besetzt. Genau das macht Bewerbungsbutler: Dein Butler findet täglich passende Stellen, sucht die zuständige Person heraus und schickt eine individuelle Bewerbung direkt aus deinem Gmail-Postfach. Dein LinkedIn-Profil ist dann das, was der Empfänger nachschaut, wenn deine Mail ihn neugierig gemacht hat.

Häufige Fragen zu Bewerbungsbutler

Was ist Bewerbungsbutler?

Bewerbungsbutler ist dein persönlicher Bewerbungs-Service: Er findet täglich passende Stellen für dich und bewirbt dich direkt beim zuständigen Entscheider - mit einem individuell formulierten Anschreiben, verschickt aus deinem eigenen Postfach.

Was bringt mir das gegenüber normalen Portal-Bewerbungen?

Deine Bewerbung landet nicht im Stapel eines Bewerbermanagementsystems, sondern direkt im Postfach der Person, die über die Stelle entscheidet. Du sparst dir Recherche und Schreibarbeit und gehst nur noch zu Gesprächen, in denen man dich wirklich haben will.

Behalte ich die Kontrolle über meine Bewerbungen?

Ja. Im Review-Modus siehst du jeden Treffer vorab im Dashboard und gibst jede Bewerbung einzeln frei. Wer mag, schaltet auf Automatik um - dann übernimmt der Butler nach einer Qualitätsprüfung.

Wie verschickt der Butler in meinem Namen?

Du verbindest einmalig dein Gmail-Konto. Danach gehen alle Bewerbungen direkt aus deinem eigenen Postfach raus - Antworten der Unternehmen landen ganz normal bei dir.

Was kostet Bewerbungsbutler?

49 € pro Monat, monatlich kündbar. Darin enthalten sind bis zu 50 gezielte Bewerbungen pro Monat inklusive Entscheider-Recherche und individueller Anschreiben.