Die häufigsten Fehler im Anschreiben und wie du sie vermeidest
Ein Anschreiben entscheidet oft schon vor dem Lebenslauf, ob deine Bewerbung überhaupt gelesen wird. Genau deshalb wiegen die häufigsten Fehler im Anschreiben so schwer: Sie kosten dich das Gespräch, obwohl deine Qualifikation zur Stelle passt. Fast alle dieser Fehler sind bekannt und lassen sich mit wenig Aufwand vermeiden. Dieser Beitrag zeigt dir die klassischen Stolperfallen von der leeren Floskel-Einleitung bis zum fehlenden Bezug zur Stelle, und jeweils die bessere Alternative.
Die häufigsten Fehler im Anschreiben auf einen Blick
Hier zuerst die Fehler, die Recruiter am schnellsten aussortieren, mit der jeweils besseren Variante:
| Häufiger Fehler | Warum er schadet | Besser so |
|---|---|---|
| “Hiermit bewerbe ich mich…” | Klingt wie hundert andere, sagt nichts über dich | Mit konkretem Bezug zur Stelle oder zum Unternehmen starten |
| Ein Standardtext für alle Firmen | Der fehlende Bezug fällt sofort auf | Für jede Bewerbung zwei bis drei Sätze individualisieren |
| Der Lebenslauf in Prosa | Wiederholt nur, was der Recruiter schon gelesen hat | Ergebnisse und passende Stärken statt Stationen |
| “Ich bin teamfähig und motiviert” | Behauptungen ohne Beleg überzeugen niemanden | Eigenschaften mit einem kurzen Beispiel belegen |
| Tippfehler, falscher Ansprechpartner | Wirkt nachlässig, bevor der Inhalt überhaupt zählt | Vor dem Absenden laut lesen und Namen prüfen |
Fehler 1: Die austauschbare Einleitung
Der erste Satz entscheidet, ob weitergelesen wird, und genau hier verschenken die meisten Bewerbungen ihre Wirkung. “Hiermit bewerbe ich mich auf die ausgeschriebene Stelle als…” ist korrekt, aber leer. Der Recruiter hat diesen Satz schon dutzendfach gelesen und weiß danach nichts über dich.
Steig stattdessen mit etwas ein, das nur auf dich und diese Stelle passt: ein Bezug zu einem aktuellen Projekt der Firma oder der konkrete Grund, warum genau diese Position dich reizt. Wie ein überzeugendes Anschreiben von der Einleitung bis zum Schluss aufgebaut ist, zeigt dir unser Leitfaden zum Anschreiben schreiben.
Fehler 2: Kein Bezug zur konkreten Stelle
Der teuerste Fehler in der Bewerbung ist ein Anschreiben, das für jede Firma funktioniert. Wenn du den Firmennamen austauschen könntest, ohne dass ein einziger Satz auffällt, dann fehlt der Bezug. Recruiter erkennen solche Massentexte in Sekunden, und sie lesen daraus vor allem eins: Diese Stelle ist dir nicht wichtiger als jede andere.
Nimm dir die Stellenanzeige zur Hand und greife zwei bis drei Anforderungen heraus, die du wirklich erfüllst. Zeig an einem Beispiel, dass du sie erfüllst, statt es nur zu behaupten. Das kostet pro Bewerbung ein paar Minuten mehr und ist oft der Unterschied zwischen Ablage und Einladung.
Fehler 3: Den Lebenslauf nur nacherzählen
Viele Anschreiben zählen brav Station für Station auf, was ohnehin im Lebenslauf steht. Der Recruiter hat den Lebenslauf aber schon vor sich. Ein Anschreiben, das ihn nur in ganze Sätze übersetzt, verschenkt den einzigen Platz, an dem du erklären kannst, warum diese Stationen zur neuen Stelle passen.
Statt “Von 2021 bis 2024 war ich als Projektmanager bei X tätig” schreibst du lieber, was dabei herauskam und was das für den neuen Job bedeutet: “Als Projektmanager habe ich ein fünfköpfiges Team durch die Einführung eines neuen CRM geführt, also genau die Verantwortung, die in Ihrer Ausschreibung steht.” Ein konkretes Ergebnis schlägt jede allgemeine Selbstbeschreibung.
Fehler 4: Behauptungen ohne Beleg
“Ich bin teamfähig und hoch motiviert” steht in so vielen Anschreiben, dass die Worte nichts mehr auslösen. Eigenschaften zu behaupten überzeugt niemanden, weil jeder sie behaupten kann. Überzeugend wird es erst mit einem Beleg: In welcher Situation hast du im Team etwas geschafft, das allein nicht gegangen wäre?
Ein einziges konkretes Beispiel wirkt stärker als eine Reihe von Adjektiven. Du musst nicht jede Eigenschaft belegen, aber die zwei oder drei, die für die Stelle zählen, sollten an einer echten Situation hängen.
Fehler 5: Formfehler, die vor dem Inhalt aussortieren
Manche Fehler im Anschreiben haben mit dem Inhalt gar nichts zu tun und kosten trotzdem die Stelle. Ein falsch geschriebener Ansprechpartner oder der Name der letzten Firma, den du zu ändern vergessen hast. Solche Flüchtigkeitsfehler wirken nachlässig, und Nachlässigkeit ist genau das, was kein Arbeitgeber einstellen will.
Lies dein Anschreiben vor dem Absenden einmal laut vor, am besten mit etwas Abstand. Prüfe den Namen des Ansprechpartners und die genaue Firmenbezeichnung. Wenn du mit Vorlagen arbeitest, ist die Gefahr solcher Reste besonders groß. Wann eine Anschreiben-Vorlage wirklich hilft und wann sie schadet, haben wir dir gesondert aufgeschrieben.
Wer diese fünf Fehler vermeidet, hebt sich schon von einem großen Teil der Bewerbungen ab. Ein Anschreiben muss nicht perfekt formuliert sein. Es muss zur Stelle passen und zeigen, dass du dir Mühe gemacht hast.
Häufige Fragen zu Bewerbungsbutler
Was ist Bewerbungsbutler?
Bewerbungsbutler ist dein persönlicher Bewerbungs-Service: Er findet täglich passende Stellen für dich und bewirbt dich direkt beim zuständigen Entscheider - mit einem individuell formulierten Anschreiben, verschickt aus deinem eigenen Postfach.
Was bringt mir das gegenüber normalen Portal-Bewerbungen?
Deine Bewerbung landet nicht im Stapel eines Bewerbermanagementsystems, sondern direkt im Postfach der Person, die über die Stelle entscheidet. Du sparst dir Recherche und Schreibarbeit und gehst nur noch zu Gesprächen, in denen man dich wirklich haben will.
Behalte ich die Kontrolle über meine Bewerbungen?
Ja. Im Review-Modus siehst du jeden Treffer vorab im Dashboard und gibst jede Bewerbung einzeln frei. Wer mag, schaltet auf Automatik um - dann übernimmt der Butler nach einer Qualitätsprüfung.
Wie verschickt der Butler in meinem Namen?
Du verbindest einmalig dein Gmail-Konto. Danach gehen alle Bewerbungen direkt aus deinem eigenen Postfach raus - Antworten der Unternehmen landen ganz normal bei dir.
Was kostet Bewerbungsbutler?
39 € pro Monat, monatlich kündbar. Darin enthalten sind bis zu 50 gezielte Bewerbungen pro Monat inklusive Entscheider-Recherche und individueller Anschreiben.